Karl-Marx-Ring

stadteinwärts von der Heinrich-Wielandstr., vorbei an der Ständlerstr. bis hin zur Putzbrunner-Strasse


Marx, Karl, * Trier 5. 5. 1818, † London 14. 3. 1883, dt. Philosoph und Nationalökonom. Einer jüd., 1824 zum Protestantismus
übergetretenen Fam. entstammend, arbeitete M. nach dem Studium der Rechtswiss., Philosophie und Geschichte 1842/43
(bis zu ihrem Verbot) als Mitarbeiter und Redakteur bei der ›Rhein. Zeitung‹. Ab 1843 in Paris, lernte M. die brit.
Nationalökonomie (A. Smith, D. Ricardo), die frz. Frühsozialisten (u. a. L. Blanc, P. J. Proudhon) und die russ.
Anarchisten (v. a. M. A. Bakunin) kennen; hier begann die Freundschaft und Zusammenarbeit mit F. Engels.
Unter Feuerbachs Einfluss wandte er sich von der Philosophie Hegels ab (›Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie‹, 1844).
Ab 1845 in Brüssel, schrieb M. zus. mit Engels ›Die Heilige Familie‹ (1845), ›Die dt. Ideologie‹ (1845/46) sowie zur Unterstützung
der Arbeiterbewegung im Auftrag des Londoner ›Bundes der Kommunisten‹ das ›Kommunist. Manifest‹ (1848). 1848/49
in Köln Hg. der linksdemokrat. ›Neuen Rhein. Zeitung‹, lebte M. ab August 1849 in London im Exil, häufig finanziell unterstützt von
Engels. Hier entstanden seine Hauptwerke, in denen er die kapitalist. Produktionsweise analysierte: ›Zur Kritik der polit.
Ökonomie‹ (1859) und ›Das Kapital‹ (1. Bd. 1867; 2. und 3. Bd. von Engels 1885 bzw. 1894 hg.). Sein Versuch,
die 1864 gegr. Erste Internationale gegen den Widerstand Bakunins straff zu zentralisieren, führte zu deren Spaltung und
Niedergang. Die Verbindung zur dt. Sozialdemokratie wurde u. a. durch die ›Kritik des Gothaer Programms‹ (1875) aufrechterhalten.
In seinen letzten Lebensjahren fand M. seine Anerkennung als führender Vertreter des wiss. Sozialismus (Marxismus).


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